Marine stellt erste Fregatte der BREMEN-Klasse außer Dienst
Glücksburg, 15.11.2011


Zum 31. Juli 2012 wird die Fregatte KÖLN als erstes Schiff der BREMEN-Klasse (F 122) außer Dienst gestellt.
Dadurch soll zum einen eine personelle Reserve geschaffen, zum anderen finanzielle Ressourcen eingespart werden.
Die Marine trägt so zur Konsolidierung des Bundeswehrhaushalts bei. Gleichzeitig wird die operationelle Verfügbarkeit
der verbleibenden Fregatten bis zum Zulauf der neuen Fregatten der "BADEN-WÜRTTEMBERG-Klasse"
(Klasse F 125) ab dem Jahr 2016 erhöht.

Fregatte F 211 KÖLN in See (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Presse- und Informationszentrum Marine)

Jeder Einheit der Marine ist bislang eine Besatzung zugeordnet.

Die Einsatzfähigkeit der Schiffe hängt neben dem technischen Zustand des Schiffes insbesondere von der

Vollzähligkeit einer einsatzausgebildeten Besatzung ab. Um diese sich summierenden Abhängigkeiten mit

dem Ziel der Erhöhung der Durchhaltefähigkeit im Einsatz künftig zu verbessern, strebt die Marine mit dem

Personal der außer Dienst gestellten Einheiten personelle Reserven in Form von Mehrbesatzungsstrukturen

für die verbleibenden Schiffe und Boote an. Gleichzeitig werden dadurch auch materielle Engpässe gelindert.


Im Einsatz bewährt

Einsatzerfahren (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ann-Katrin Hoffmann)

Die Marine verfügt derzeit noch über acht Fregatten der BREMEN-Klasse.

Die Schiffe kamen in den zurückliegenden Jahren vor allem im Rahmen der Operationen

ENDURING FREEDOM und ATALANTA am Horn von Afrika im Indischen Ozean,

aber auch zu Beginn des UNIFIL-Einsatzes im Mittelmeer zum Einsatz.

Ihre Robustheit und Zuverlässigkeit hatte ihnen die Bezeichnung „Arbeitspferde der Flotte“ eingebracht.

Die Fregatten der BREMEN-Klasse sind mittlerweile fast drei Jahrzehnte im Dienst der Marine.

Die KÖLN wurde am 19. Oktober 1984 in Dienst gestellt. Nach ursprünglicher Planung sollten die Schiffe

dieser Klasse schrittweise ab 2013 außer Dienst gestellt werden.


„Außerdienststellung schmerzhaft“

FGS KÖLN in See (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Archiv)

„Besatzungen identifizieren sich immer mit Ihrem Schiff oder Boot, denn eine gemeinsame Geschichte,

gemeinsame Erinnerungen, gemeinsame Erfahrungen und gelebte Kameradschaft verbinden sie mit ihrer Einheit.

Insofern bedeuten die Außerdienststellungen gerade auch wegen der emotionalen Verbundenheit einen tiefen Einschnitt.

Ich fühle mit den Besatzungen, die nun ihre Einheiten außer Dienst stellen müssen - es ist aber notwendig“,

sagt der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf (59) und ergänzt:

„Die KÖLN stellt im aktuellen ATALANTA-Einsatz sehr eindrucksvoll unter Beweis,

was Besatzung und Schiff zu leisten im Stande sind.“

Quelle: www.marine.de


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