Operation
Enduring Freedom-2007
 


Kommandoübergabe

Übergabe in Port Safaga

Port Safaga/Potsdam, 24.04.2007

Im ägyptischen Port Safaga übergab der Kommandant der Fregatte BREMEN, Fregattenkapitän Andreas Jedlicka,

seine Führung als Commander Task Group 500.01.

Neuer Kommandeur des deutschen Einsatzkontingentes am Horn von Afrika ist Fregattenkapitän Uwe Maaß,

Kommandant der KÖLN.

Bei strahlendem Sonnenschein freute sich die Besatzung des maritimen Einsatzverbandes auf das Zusammentreffen im Roten Meer.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Einsatzausbildung ist die Fregatte KÖLN sowohl materiell als auch personell gut vorbereitet.

Während des Einsatzes wird sie verschiedene Häfen anlaufen, darunter beispielsweise Dubai, Djibouti oder Mombasa.

Die Fregatte BREMEN wird nach sechsmonatiger Einsatzzeit am 12.05.2007 in Wilhelmshaven einlaufen.

Eine verantwortungsvolle Aufgabe

„Ich freue mich, diese verantwortungsvolle Aufgabe mit all ihren Facetten zu übernehmen.

Dies wird sicherlich ein erstes Highlight meiner Kommandantenzeit sein. Die Besatzung der Fregatte Köln freut sich auf diesen Einsatz“,

schilderte Fregattenkapitän Maaß seinen Eindruck.

Mit an Bord sind zwei Bordhubschrauber des Typs Sea Lynx sowie ein Boarding-Team der Spezialisierten Einsatzkräfte Marine.

Nach dem Auslaufen am 10.04.2007 aus Wilhelmshaven wird die KÖLN im Oktober aus dem Einsatz zurückerwartet.


3000. Einsatzflug auf der Fregatte KÖLN

Djibouti/Potsdam, 03.05.2007.

SEA LYNX „ALIEN 04“ vollzog mit seinem Aufklärungsflug den 3000. Einsatz

der Bordhubschrauber des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“ bei der "Operation

Enduring Freedom“ am Horn von Afrika.

Der Kommandant der Fregatte KÖLN, Fregattenkapitän Uwe Maaß, gratulierte seiner auf dem

Flugdeck versammelten Crew anerkennend.

Seit Beginn des OEF-Einsatzes im Jahr 2002 konnten die Bordhubschrauberbesatzungen alle Register

ihrer fordernden Ausbildung ziehen. Vom Suchen nach verdächtigen Seekontakten über die Verbringung

der Boarding-Spezialtrupps zur Untersuchung von Schiffen und Booten bis hin zu einsatzwichtigen

Transportflügen für ihr jeweiliges Schiff haben die fliegenden Marinesoldaten ihre Aufträge bei

Tag und Nacht erfüllt.

Fliegende Augen

Die wohl einprägsamsten Einsätze für die Soldaten waren die recht häufigen Such- und Rettungsaufträge,

die eine schnelle Reaktion bei gleichzeitigem Abwägen des Risikos erfordern.

Ob beim Bergen eines nördlich der Seychellen lebensgefährlich verunglückten Matrosen durch Gebrauch

der Rettungswinde oder bei der Verbringung von Notärzten auf ein türkisches Frachtschiff bei rabenschwarzer

Nacht – die Bordflieger beweisen seit fünf Jahren im Einsatz ihre Fähigkeiten.

Auch nach ihrem 3000. Einsatz werden die „fliegenden Augen“ der deutschen Fregatten am
Horn von Afrika nicht nur sehen, sondern auch etwas bewegen.

Autor: Pressestelle Djibouti & Redaktion EinsatzBw

 


1. Reisebericht vom Kommandanten der Köln,

FKpt. Maaß

Reisebericht zum Download als PDF-Datei

 

 

 

 


2. Reisebericht vom Kommandanten der Köln,

FKpt. Maaß

Reisebericht zum Download als PDF-Datei

 

 

 

 


Deutsche Marinesoldaten unterstützen Flüchtlingskinder

In See (Fregatte KÖLN), 06.06.2007, Steven Wernecke (Außenstelle Parow)


Eine Abordnung der Fregatte KÖLN besuchte die Caritas-Station in Djibouti.

Korvettenkapitän Jens Müller, der erste Offizier des Schiffes, brachte nicht nur fachkundiges Personal,

sondern auch gleich zehn Kartons mit Trinkwasser mit.

Schwester Anna dankte im Namen der Flüchtlingskinder für die spontane Hilfe.

Unter sehr widrigen Umständen versucht die Caritas hier in Djibouti,

Flüchtlingskindern aus dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Somalia und aus Äthiopien praktische Hilfe zu bieten.

Es fehlt an Allem. Die sanitären Anlagen, soweit man davon überhaupt reden kann,

sind nicht mehr funktionstüchtig. Die Elektroinstallation ist ohne Funktion und die Grundstückseinfriedung ist

nicht ausreichend, um kriminellen Personen den Zutritt zu verwehren.

Die Soldaten erörtern mit einem französischen Mitarbeiter konkrete Hilfsmaßnahmen

(Quelle © 2007 Bundeswehr / Steven Wernecke)

Die Caritas betreut in der Stadt Djibouti ungefähr 30 Kinder in der Zeit von 07.30 Uhr bis 18.00 Uhr.

Am Abend müssen sie aber wieder auf die Straßen Djiboutis zurück, denn übernachten

können sie aus oben genannten Gründen noch nicht. Um so dankbarer zeigte sich Bruder Armando,

der aus Kolumbien stammende Leiter der Einrichtung, über die Absichten der Besatzung der Fregatte KÖLN.

Gleich beim ersten Besuch wurden die Hauptproblempunkte fotografiert. Bis zum nächsten Einlaufen des

deutschen Kriegsschiffes Mitte Juni, will die Besatzung Geld sammeln, um damit die benötigten Materialien zu kaufen.

Soldaten entladen Trinkwasser in der Caritas Station Djibouti

(Quelle © 2007 Bundeswehr / Steven Wernecke)

Der aus Braunschweig stammende Obermaat Frank R. ist an Bord als Schiffstechniker tätig.

Aus seiner Sicht stellt die Installation zweier Wasserhähne und eines Duschkopfes keine Hürde dar.

Das Problem mit der Elektroinstallation sollte sich durch die Bordelektriker genauso lösen lassen,

wie das Gangbarmachen eines verrosteten Rolltores. Diese praktische Hilfe wäre ein großer Schritt

für die Einrichtung, mittelfristig auch über Nacht ein Obdach zu bieten. Die Kinder sind meist Waisen

aus den Nachbarländern Djiboutis, die der Staat schnellstmöglich wieder abschieben möchte.

Sie haben außer Betteln oder Diebstählen keine Alternative. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Kampf

gegen die in dieser Gegend immer noch übliche Beschneidung junger Mädchen.

Hier wird Aufklärung geleistet und Beistand geboten.

Militärpfarrer Martin Fischer und der Erste Offizier der Fregatte KÖLN mit Beschäftigten der Station

(Quelle © 2007 Bundeswehr / Steven Wernecke)

Das Alter der Kinder variiert zwischen sieben und vierzehn Jahren.

Tagsüber werden sie von ehrenamtlichen Helfern unterrichtet und können danach einige Stunden

unbekümmert spielen. Sogar einen Tagesausflug zu einer nahe gelegenen Badeinsel konnten sie

kürzlich unternehmen. Dabei half die französische Marine, die im Land mehrere Militärstützpunkte

unterhält. Ohne externe Hilfe könnte die Einrichtung nicht existieren, denn von staatlicher Seite wird

sie bestenfalls nur geduldet.

Es bleibt zu hoffen, dass die Spendenaktion ein Erfolg wird, damit möglichst viele Punkte der Wunschliste

von Schwester Anna abgearbeitet werden können. Im Juni werden dann Fachleute der Besatzung bei

ungefähr 40 Grad Tagestemperatur im Schatten, einen ihrer drei Hafentage bei der Arbeit für eine

gute Sache verbringen. Vielleicht wird das der Anfang einer längeren Zusammenarbeit, der das bereits

bestehende gute Ansehen der Deutschen Soldaten am Horn von Afrika weiter festigt.

Das Schild am Eingangsbereich wendet sich in somalischer Sprache an Mädchen die Opfer der Beschneidung wurden

(Quelle © 2007 Bundeswehr / Steven Wernecke)

 


3. Reisebericht vom Kommandanten der Köln,

FKpt. Maaß

Reisebericht zum Download als PDF-Datei

Djibouti   


Besatzungsangehörige der Fregatte Köln leisteten Unterstützung im „Kinderhaus der Caritas “

und der „Evangelisch Protestantischen Kirche“ in Djibouti, am Horn von Afrika

Quelle © FKpt. Manfred Buck, Köln-F 211, 02.09.07

Besatzungsangehörige der Fregatte Köln brachten in einer drei monatigen Unterstützungsaktion,

im Zeitraum vom 15. Juni 2007 bis 30. August 2007, die an sie gerichteten Wünsche und Arbeiten

in einer hingebungs- und aufopferungsvollen Art und Weise, zur vollsten Zufriedenheit und Dankbarkeit

der Betroffenen, zum Abschluss.

Diverse Arbeiten und Unterstützungsmaßnahmen an verschiedenen Stellen in Djibouti wurden durch Fachpersonal

der „KÖLN“ durchgeführt. An diesen Aktionen waren insgesamt 50 Soldaten beteiligt.

Bei diesen widrigen klimatischen Bedingungen (45° bis 50°C und 90% Luftfeuchte) wahrlich keine leichte Aufgabe!

Galt es doch in der nur wenig zur Verfügung stehenden Zeit, zwischen den Seefahrten und Hafenaufenthalten in Djibouti,

soviel wie möglich der Wünsche und Arbeiten zu erledigen. Dies bedeutete für die Soldaten jeweils ca. 5 Stunden harte

und aufopferungsvolle Arbeit, aber sie wussten ja, dass es für einen guten und sinnvollen Zweck ist und man so in Not

befindlichen Menschen helfen bzw. ein wenig ihre widrigen Lebensbedingungen verbessern konnte.
Diese Arbeiten umfassten im Haus der Caritas vorwiegend Instandsetzungen bzw. Erneuerungen an den Sanitär- und

Elektrikeinrichtungen, Farbarbeiten und Absicherungsmaßnahmen, wie z.B. eine Mauererhöhung gegen unbefugtes Eindringen

zu realisieren. Natürlich durften auch keine Verschönerungsarbeiten fehlen. So wurde eine Räumlichkeit als Unterrichts- und

Aufenthaltsraum hergerichtet.

Um das Leben für die Kinder ein wenig angenehmer zu gestalten, wurden durch Spendenaktionen an Bord der Fregatte Köln

Spielzeuge für die Kinder sowie eine Wandtafel beschafft und an diese überreicht bzw. montiert. In diesem Zusammenhang

konnten ebenso Bekleidungsstücke und Schreib- und Malmaterial sowie Milch und Wasser an die Hausleitung, Bruder Armando,

für die Betreuung und Versorgung der Kinder überreicht werden. Was sich in diesem Moment abspielte war unbeschreiblich und

bewegend. Man kann gar nicht glauben , dass man mit so einem geringen Aufwand Menschen/Kinder so glücklich und fröhlich

machen kann.

 

Die Besatzungsangehörigen nutzten auch gleich den glücklichen Moment der Kinder und spielten mit ihnen.

Dies war ein bewegender und glücklicher Moment, nicht nur für die kleinen Kinder.

Ein anderes Projekt der Fregatte Köln wurde, auf Bitte des Herrn Pfarrer Michael Schlick, Leiter der

„Evangelisch Protestantischen Kirche“, durchgeführt.

Hier sollte ein baufälliges Holzhaus, das einst als Kindergarten und Wohnhaus genutzt wurde,

abgerissen sowie das Hauptwohngebäude neu gestrichen werden. Eine nicht ganz einfach zu lösende Aufgabe,

galt es doch den Abriss so sicher wie möglich, für die fleißigen Arbeiter der Köln zu organisieren und realisieren.

Innerhalb von 2 Tagen wurde die erste Etage des Wohnhauses demontiert. Der Kommandant unserer Fregatte,

ließ es sich nicht nehmen und arbeitete eifrig und motivierend für alle anderen mit. Bei wiederum unzumutbaren

Temperaturen und hoher Luftfeuchtfeuchtigkeit gaben die Besatzungsangehörigen wieder einmal alles und waren mit

Leib und Seele bei ihrer Arbeit. Das Erdgeschoss wurde durch die einheimischen Anwohner letztendlich in Eigenregie

demontiert. Die Farbarbeiten an dem Hauptgebäude waren dann nur noch ein „Klacks“ für die fleißigen Bienen der Köln.

Letztendlich konnte dann der Kommandant der Fregatte Köln, Herr Fregattenkapitän Uwe Maaß, am 31. August 2007

sich mit Marineangehörigen im Rahmen eines Verabschiedungsbesuches von den geleisteten Arbeiten seiner

„Streiter“ überzeugen..

Hierbei bedankten sich die Verantwortlichen der beiden Institutionen und die anwesenden Kinder im

„Kinderhaus der Caritas“ bei einem Glas Milch und Gebäck, nochmals recht herzlichen Dank für das

geleistete Engagement und die verrichtete Arbeit.
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